TG Aesthetics

TG Aesthetics | Privatärztliche Praxis für minimalinvasive ästhetische Medizin

Medizinische Botoxbehandlungen

Medizinische behandlungen mit Muskelrelaxans (Botulinumtoxin)

Botulinumtoxin wird nicht nur in der Faltenbehandlung, sondern auch zur Behandlung von Hyperhidrose (übermäßigem Schwitzen), chronischer Migräne, CMD (Craniomandibulären Dysfunktion) und Bruxismus (Zähneknirschen) verwendet.

WAS IST BOTULINUMTOXIN?

Botulinumtoxin Typ A – vielen besser als Botox bekannt – ist ein Protein, das aus dem Bakterium Clostridium botulinum gewonnen wird. Der Name Botulinumtoxin entstand, als der Landarzt Justinus Kerner 1820 erstmals von „Wurstgift“ sprach, lateinisch botulus = Wursttoxin = Gift.

Er entdeckte damals den Zusammenhang zwischen bestimmten Todesfällen durch Lähmung der Muskulatur und dem Verzehr verdorbener Nahrungsmittel.

Die Wissenschaft kennt bisher sieben Variationen des Botulinumtoxins, die so genannten Serotypen A, B, C, D, E, F und G.

In der Medizin wird vor allem Botulinumtoxin Typ A, das biotechnologisch gewonnen wird, als hochwirksames verschreibungspflichtiges Medikament eingesetzt – und zwar sowohl zur effektiven und sicheren Behandlung von Falten als auch zur Therapie schwerer neurologischer Bewegungsstörungen und krankhaftem extremen Schwitzen unter den Achseln.

Heute ist das Arzneimittel in über 70 Ländern für mehr als 20 verschiedene Indikationen zugelassen.

Da bei den heute aufbereiteten Formen des Botulinumtoxin Typ A der zweite Teil des ursprünglichen Begriffes (toxin = Gift) keine Rolle mehr spielt, sprechen wir von Botulinum.

Zunächst einmal legen Patient und Arzt gemeinsam fest, welche Region und wie stark behandelt werden soll.

Die Injektion erfolgt mit genau geeichten Spritzen und sehr dünnen Nadeln. Dabei können vorübergehend leichte Schmerzen auftreten.

Damit sich an den Einstichstellen keine kleinen Blutergüsse bilden, wird danach noch für einige Minuten „komprimiert“ (d.h. auf diese Stellen fest mit einem Tupfer gedrückt) und eventuell ein bisschen gekühlt.

Ja. Das einzige, was man nach einer Botulinuminjektion sieht, können die kleinen Einstichstellen und selten kleinste Blutergüsse sein, falls feine Hautgefäße verletzt wurden. Diese Veränderungen können auf Wunsch problemlos überschminkt werden und sind spätestens nach wenigen Tagen komplett verschwunden.

In den meisten Fällen tritt der Behandlungseffekt nach 48 – 72 Stunden ein, der maximale Effekt wird nach 1 – 2 Wochen erreicht. Selten kann es bis zum Einsetzen der Wirkung auch länger dauern.

Die Blockade an der Übertragungsstelle zwischen Nerv und Muskel hält in der Regel 4 – 6 Monate. Dann haben sich die durch Botox (Botulinum) bedingten Veränderungen wieder zurückgebildet.

Entsprechend lang bleibt auch das faltenglättende Resultat der Injektion bestehen. Falls erwünscht, kann die Behandlung wiederholt werden.

Botulinumtoxin wird seit fast 30 Jahren und in relativ hohen Dosen zur Behandlung krankhafter Muskelverkrampfungen (Spasmen) eingesetzt.

Aus diesen Erfahrungen weiß man, dass Botulinum keine langfristigen Nebenwirkungen hervorruft. Mikroskopische Untersuchungen konnten zeigen, dass nach dem Abklingen der  Botulinumwirkung keine bleibenden Veränderungen an den Nerven oder Muskeln resultieren, alles sieht wieder aus wie zuvor.

Aus Sicherheitsgründen wird von einer Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit abgeraten.

Bei bekannten mit Muskelschwäche einhergehenden Grunderkrankungen (zum Beispiel der Myasthenia Gravis) oder Blutgerinnungsstörungen sollte ebenfalls nicht mit Botulinum behandelt werden.

Zum ersten mal wurde Botox (Botulinum) in der Behandlung des Strabismus (Schielen) verwendet – der Ausgangspunkt für eine Vielzahl weiterer Einsatzgebiete.

Zunächst im Bereich der Dystonien (neurologische Bewegungsstörungen, deren Ursache im Gehirn liegt), dann in vielen anderen Bereichen der Neurologie, z.B. bei Kindern, die durch Infantile Zerebralparese (frühkindliche Hirnlähmung) an Spastiken leiden oder auch bei der Rehabilitation nach einem Schlaganfall.

Als wirkungsvoll hat es sich in den letzten Jahren bei der Behandlung des übermäßigen Schwitzens (Hyperhidrose) und bei einigen Patienten mit Spannungskopfschmerz und Migräne erwiesen.

Nach der Injektion ist es ratsam, für zwölf Stunden auf anstrengende körperliche Aktivitäten sowie Fingerberührungen und das Auftragen von Make-up im Bereich der Injektionsstellen zu verzichten.

Für zwei Tage sollten Sauna, Sport und Sonnenbäder/Solarium gemieden werden. Durch Schwitzen kann die Durchblutung der behandelten Muskulatur gefördert werden, was möglicherweise den Abbau von Botulinum beschleunigt.  

**Textquelle: DGBT – Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Botulinum – Therapie e.V.**

Bruxismus (Zähneknirschen)

Wirkstoff: Botulinumtoxin
Bruxismus-Symptome; Porträt einer gestressten, erschöpften, müden Frau, die im Bett mit den Zähnen knirscht;

Botox kann bei Bruxismus, also Zähneknirschen und Kieferpressen, eingesetzt werden, um die überaktive Kaumuskulatur zu entspannen und so die Symptome zu lindern.

Die Behandlung mit Botox ist minimalinvasiv und kann Schmerzen, Verspannungen und Zahnschäden reduzieren.

WIE WIRKT BOTOX GEGEN BRUXISMUS?

Botox, genauer gesagt Botulinumtoxin, wird gezielt in die Kaumuskeln (Masseter) injiziert. Es blockiert dort die Nervenimpulse, die für die Muskelkontraktion verantwortlich sind. Dadurch wird die Muskelaktivität reduziert, ohne den Muskel vollständig zu lähmen. Dies führt zu einer Entspannung der Kiefermuskulatur und einer Verringerung der Kraft, mit der die Zähne aufeinandergepresst werden.

VORTEILE DER BOTOX-BEHANDLUNG BEI BRUXISMUS:

  • Linderung von Symptomen: Botox kann Kiefergelenkschmerzen, Verspannungen, Kopfschmerzen und sogar Zahnschäden reduzieren, die durch Bruxismus verursacht werden.
  • Ästhetischer Nutzen: Die Behandlung mit Botox kann auch zu einer Verschmälerung des Kieferbereichs führen, was als ästhetisch vorteilhaft empfunden werden kann.
  • Minimalinvasive Behandlung: Die Injektionen sind relativ schnell und unkompliziert.
  • Lang anhaltende Wirkung: Die Wirkung von Botox hält in der Regel mehrere Monate an und kann durch wiederholte Injektionen verlängert werden.

WICHTIGE PUNKTE ZUR BOTOX-BEHANDLUNG:

  • Behandlungserfolg: Es kann einige Zeit dauern, bis die volle Wirkung von Botox bei Bruxismus eintritt (bis zu 4 Wochen).
  • Wiederholungsbehandlungen: Die Wirkung von Botox ist nicht dauerhaft, daher sind regelmäßige Auffrischungsinjektionen erforderlich, um den Effekt aufrechtzuerhalten. 
  • Mögliche Nebenwirkungen: Es können leichte Nebenwirkungen wie Schmerzen oder Schwellungen an der Injektionsstelle auftreten. In seltenen Fällen kann es auch zu einer vorübergehenden Schwäche der Kaumuskulatur kommen

Alternative Behandlungsmöglichkeiten:

Botox ist nicht die einzige Behandlungsmöglichkeit für Bruxismus. Es gibt auch andere Therapieansätze, wie z.B. Schienen oder Entspannungstechniken.

Fakten:

Migräneprophylaxe

Botox-Therapie bei Migräne: Eine effektive Behandlungsoption
Ein Mann mit Kopfschmerzen, der elend und erschöpft aussieht.

Leiden Sie unter chronischer Migräne und suchen nach neuen Wegen, um Ihre Beschwerden zu lindern?

Die Botox-Therapie hat sich als eine vielversprechende und effektive Behandlungsoption für Patient:innen mit chronischer Migräne etabliert.

WAS IST CHRONISCHE MIGRÄNE?

Chronische Migräne ist definiert als Kopfschmerzen an 15 oder mehr Tagen pro Monat über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten, wobei an mindestens acht dieser Tage Migränesymptome vorliegen. Diese Form der Migräne kann das tägliche Leben erheblich beeinträchtigen und die Lebensqualität stark einschränken.

WIE WIRKT BOTOX BEI MIGRÄNE?

Botulinumtoxin Typ A (Botox) ist ein Nervengift, das in sehr geringen, hochverdünnten Dosen medizinisch eingesetzt wird.

Bei der Migränebehandlung wird Botox an spezifischen Punkten im Kopf-, Nacken- und Schulterbereich injiziert. Es wird angenommen, dass Botox die Freisetzung von Neurotransmittern blockiert, die an der Schmerzübertragung beteiligt sind, wodurch die Häufigkeit und Intensität der Migräneattacken reduziert werden können.

Die genaue Wirkweise bei Migräne ist noch Gegenstand der Forschung, aber die Ergebnisse klinischer Studien zeigen eine deutliche Reduktion der Kopfschmerztage bei vielen Patient:innen.

FÜR WEN IST DIE BOTOX-THERAPIE GEEIGNET?

Die Botox-Therapie ist speziell für Erwachsene mit chronischer Migräne zugelassen, die auf andere vorbeugende Behandlungen nicht ausreichend angesprochen haben oder diese nicht vertragen.

Ihr Arzt wird nach einer gründlichen Untersuchung und Anamnese beurteilen, ob diese Therapie für Sie in Frage kommt.

WIE LÄUFT DIE BEHANDLUNG AB?

Die Behandlung erfolgt ambulant in unserer Arztpraxis. Es werden typischerweise 31 Injektionen an sieben spezifischen Muskelgruppen im Bereich von Stirn, Schläfen, Hinterkopf, Nacken und oberen Schultern vorgenommen.

Die gesamte Prozedur dauert in der Regel nur etwa 10 bis 15 Minuten.

Die Wirkung setzt nicht sofort ein, sondern entwickelt sich meist über mehrere Tage bis Wochen.

Eine Behandlungsserie besteht in der Regel aus Injektionen, die alle 12-18 Wochen wiederholt werden, um eine kontinuierliche Wirksamkeit zu gewährleisten.

MÖGLICHE NEBENWIRKUNGEN:

Wie bei jeder medizinischen Behandlung können auch bei der Botox-Therapie Nebenwirkungen auftreten. Diese sind meist mild und vorübergehend.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören:

  •  Schmerzen, Schwellungen oder Blutergüsse an den Injektionsstellen.
  • Nackenschmerzen oder Muskelsteifigkeit
  • Kopfschmerzen (oft als vorübergehende Verstärkung bestehender Kopfschmerzen)
  • vorübergehendes Herabhängen des Augenlids (Ptosis) oder der Augenbraue

Schwerwiegende Nebenwirkungen sind selten. Ihr Arzt wird Sie umfassend über alle potenziellen Risiken aufklären.

IHRE ANSPRECHPARTNER

Wenn Sie mehr über die Botox-Therapie bei Migräne erfahren möchten oder eine individuelle Beratung wünschen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Vereinbaren Sie einfach einen Termin, um zu besprechen, ob diese Therapieoption für Sie geeignet ist.

Fakten:

Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD)

Botox bei CMD
Porträt einer lächelnden Frau

Eine CMD / Craniomandibuläre Dysfunktion bzw. Kiefergelenksprobleme verursachen unterschiedlichste Beschwerden, die die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen können. Dazu gehören insbesondere muskuläre Schmerzen und Verspannungen im Wangen- und Kieferbereich. 

Weitere Symptome einer CMD sind zum Beispiel Kiefer-, Kopf-, Nacken- oder Rückenschmerzen. Eine mögliche Ursache einer derartigen Störung kann ausgeprägtes Zähneknirschen (Bruxismus) sein.

Fakten:

Hyperhidrose – Schweißdrüsen (Achsel/Hände/Füße)

Botulinumtherapie bei Hyperhidrose
Arzt wendet intramuskuläre Injektionen von Botulinumtoxin im Achselbereich gegen Hyperhidrose bei einer Frau.

Botox-Injektionen können eine wirksame Behandlungsmethode für übermäßiges Schwitzen, auch bekannt als Hyperhidrose, sein, insbesondere in Bereichen wie den Achselhöhlen, Handflächen und Fußsohlen.

Botox, oder Botulinumtoxin, blockiert die Nervensignale, die die Schweißdrüsen zur Schweißproduktion anregen, und reduziert so die Schweißmenge.

WIE FUNKTIONIERT DIE BEHANDLUNG?

  • Injektion: Botox wird gezielt in die betroffenen Hautbereiche injiziert, wo es die Aktivität der Schweißdrüsen hemmt.
  • Wirkung: Die Wirkung setzt in der Regel nach einigen Tagen ein und kann bis zu 9 Monate oder länger anhalten.
  • Wiederholung: Die Behandlung kann bei Bedarf wiederholt werden, um den Effekt aufrechtzuerhalten.
  • Vorteile der Botox-Behandlung bei Hyperhidrose: Reduzierung der Schweißproduktion –  Botox hilft, die Schweißmenge deutlich zu reduzieren und kann somit das tägliche Leben erleichtern.
  • Verbesserung der Lebensqualität: Durch die Verringerung des Schwitzens können Betroffene wieder selbstbewusster auftreten und sich wohler fühlen.
  • Einsatz an verschiedenen Körperstellen: Botox kann nicht nur bei Achseln, Händen und Füßen, sondern auch an anderen Körperstellen eingesetzt werden, um übermäßiges Schwitzen zu reduzieren.

MÖGLICHE RISIKEN UND NEBENWIRKUNGEN:

Wie bei jeder Injektionsbehandlung können auch hier leichte Rötungen, Schwellungen oder Blutergüsse an den Einstichstellen auftreten.

Seltene Nebenwirkungen: In seltenen Fällen kann es zu Infektionen oder vorübergehenden Muskelschwächen kommen.

INDIVIDUELLE BERATUNG:

Es ist wichtig, vor der Behandlung ein ausführliches Beratungsgespräch zu führen, um mögliche Risiken und Nebenwirkungen zu besprechen.

Fakten:

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